Laut "Spiegel" erwägt Schröder Aufteilung der ProSiebenSat.1-Senderfamilie

8. Februar 2002, 14:57
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Teil eines Plans, den Einstieg Murdochs auf den deutschen Markt zu verhindern

Spekulationen über eine Aufspaltung der zu Kirch gehörenden TV-Sendergruppe ProSiebenSat.1 haben die Aktie des Unternehmens am Freitag auf einen Höhenflug geschickt. Zwischenzeitlich schoss das Papier um mehr als 20 Prozent gegenüber dem Vortageskurs nach oben. Bis zum frühen Nachmittag betrug das Plus bei 6,45 Euro noch 15,4 Prozent.

Analysten verwiesen auf einen "Spiegel"-Bericht, wonach Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und führende Vertreter von Medien- und Bankenkonzernen eine Aufteilung der Senderfamilie ins Auge gefasst hätten. Das Vorhaben ist dem Nachrichtenmagazin zufolge Teil eines Plans, einen Einstieg des US-australischen Medienmoguls Rupert Murdoch auf den deutschen Markt zu verhindern.

"Diese Gerüchte helfen der ProSiebenSat.1-Aktie auf die Sprünge", sagte Roland Pfänder, Medienanalyst bei der BHF-Bank in Frankfurt. Dahinter stecke die Hoffnung, ein neuer Großaktionär bringe "mehr Sicherheit in die Aktie" als die finanziell stark angeschlagene Kirch-Gruppe. Sie will ProSiebenSat.1 mit der Konzerntochter KirchMedia verschmelzen. (APA/AFP)

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