Deutsche Grüne unter fünf Prozent gesunken

8. Februar 2002, 14:20
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Umfrage: SPD bei 39 Prozent - Schröder setzt sich von Stoiber ab

Mainz - Die mitregierenden deutschen Grünen sind in einer aktuellen Wählerumfrage unter die Fünf-Prozent-Hürde gefallen. Nach dem jüngsten "Polit-Barometer" des Zweiten Deutschen Fernsehens (ZDF) wären sie damit nicht mehr im Parlament vertreten.

Die am Freitag veröffentlichten Zahlen sahen die Grünen Anfang Februar bei 4 Prozent, einen Punkt unter ihrem Stand Anfang Jänner. Die SPD stieg von 38 auf 39 Prozent. Damit hätte die rot-grüne Koalition jetzt im Fall einer Wahl weiterhin keine Mehrheit.

Die Union aus CDU/CSU rangierte unverändert bei 40 Prozent, die FDP stieg von 7 auf 8 Prozent. Die Reformkommunisten standen wie im Jänner bei 6 Prozent.

Joschka Fischer bleibt beliebtester Politiker

Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder hat in der Wählergunst gegenüber seinem Herausforderer Edmund Stoiber wieder deutlich zugelegt. Im ZDF-Politbarometer entschieden sich 52 Prozent auf die Frage, "Wen hätten Sie lieber als Bundeskanzler?" für den Amtsinhaber und SPD-Vorsitzenden. Bei der letzten Umfrage vor zwei Wochen waren es noch 48 Prozent. Vier Punkte verlor dagegen der Unionskandidat Stoiber, der auf 39 Prozent kam.

Auf der Skala der zehn wichtigsten Politiker rangiert Außenminister Joschka Fischer von den Grünen jedoch nach wie vor auf dem ersten Platz vor Schröder. CDU-Chefin Angela Merkel liegt auf Platz drei, während ihr Bezwinger im Rennen um die Kanzlerkandidatur, CSU-Chef Stoiber, von Wolfgang Schäuble von Platz vier auf fünf verdrängt wurde.

Das Politbarometer wird im Auftrag des ZDF alle zwei Wochen von der Forschungsgruppe Wahlen erstellt. Das Mannheimer Institut befragte zwischen dem 4. und dem 7. Februar 1.027 Personen. (APA/dpa)

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