Betrugsaffäre bei eBay durch IP-Vergleich aufgeflogen

8. Februar 2002, 13:20
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Drei Amerikaner sollen Preise für Kunstgegenstände künstlich in die Höhe getrieben haben - bis zu fünf Jahre Haft drohen

New York - Drei Amerikaner müssen sich vor Gericht verantworten, weil sie beim Internet-Auktionshaus eBay Preise für Kunstgegenstände künstlich in die Höhe getrieben haben sollen. Sie seien des Betrugs angeklagt und müssten bei einer Verurteilung mit einer Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis rechnen, teilten die Ermittlungsbehörden in der Nacht zum Freitag in New York mit. Angeklagt seien ein auf Glaskunstwerke spezialisierter Sammler und seine Schwester aus dem Bundesstaat Illinois sowie ein Kunsthändler aus New York. Ihnen werde vorgeworfen, bei Auktionen des Sammlers unter verschiedenen eBay-Nutzernamen Gebote abgegeben zu haben.

Durch diese Mehrfachgebote sollten die Preise der von dem Kunstsammler angebotenen Stücke in die Höhe getrieben werden, um dann einen nichts ahnenden Bieter den Zuschlag bekommen zu lassen, teilten die Behörden weiter mit. Nach diesem System habe der Kunstsammler mehr als ein Jahr lang mindestens 429 Auktionen auf eBay veranstaltet.

Ermittler seien der 40-jährigen Frau und den beiden 43-jährigen Männern durch eine Analyse der Internet-Adressen auf die Schliche gekommen, von denen aus die Gebote abgegeben wurden. Diese so genannten IP-Adressen sind Nummernfolgen, mit denen jeder Internet-Rechner eindeutig identifiziert werden kann. (APA/Reuters)

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