Telia verfehlt beim Gewinn die Erwartungen von Analysten

8. Februar 2002, 12:30
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Weitere Dämpfung der Geschäftsentwicklung erwartet

Das größte skandinavische Telekom-Unternehmen Telia hat 2001 bei geringem Umsatzplus einen niedrigeren Gewinn erzielt als von Analysten erwartet. Telia-Vorstandschefin Marianne Nivert erklärte am Freitag, das schwierige Wirtschaftsumfeld werde die Geschäftsentwicklung beim schwedischen Konzern auch in diesem Jahr weiter dämpfen.

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Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (Ebitda) habe sich auf 12,9 Milliarden Kronen (rund 1,4 Milliarden Euro) belaufen, teilte Telia mit. Analysten hatten für das abgelaufene Jahr mit einem Gewinn von 13,5 Milliarden Kronen gerechnet. Der Aktienkurs von Telia brach im frühen Handel zeitweise um mehr als acht Prozent auf 38,40 Kronen ein und belastete den Gesamtmarkt in Stockholm.

Umsatzanstieg

Der Konzernumsatz stieg im Jahresvergleich um sechs Prozent. Telias größter lokaler Konkurrent Tele2 hatte dagegen jüngst ein Umsatzplus von 54 Prozent veröffentlicht. Im vierten Quartal lag das Ebitda bei Telia mit 3,1 Milliarden Kronen ebenfalls etwas unter den Expertenprognosen.

Scheideweg

Telia, das anders als die europäische Konkurrenz nicht unter einer hohen Schuldenlast leidet, befindet sich nach Ansicht von Analysten am Scheideweg, nachdem Fusionsverhandlungen mit der finnischen Sonera und der dänischen TDC gescheitert waren. Zur Kosteneinsparung würden dieses Jahr weitere Stellen abgebaut, teilte Telia mit, ohne genaue Zahlen zu nennen. 2001 hat der Konzern vor allem durch den Verkauf von nicht zum Kernbereich gehörenden Geschäftsfeldern die Zahl der Beschäftigten um rund 17 Prozent reduziert. Die Ebitda-Marge sank bei Telia im Gesamtjahr auf 22,6 Prozent nach 24,2 Prozent 2000. Bis Jahresende will das Unternehmen früheren Angaben zufolge die Marge auf 25 bis 30 Prozent steigern. (Reuters)

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