Italienischer Mobilfunker H3G investiert über 3 Milliarden Euro bis 2007

8. Februar 2002, 11:19
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Finanzierung über neunjährige Anleihe - ab 2005 schwarze Zahlen erwartet, bei UMTS ab 2007

Die von der Hongkonger Hutchison Whampoa (88 Prozent) und einigen inländischen Finanzpartern gegründete Mobilfunkgesellschft H3G will in Italien bis zum Jahre 2007 über drei Milliarden Euro (41,3 Mrd. S) für den Netzaufbau investieren. Zu diesem Zweck wird sie von einem aus 15 Banken bestehenden Konsortium eine neunjährige Anleihe in Höhe von 3,2 Mrd. Euro erhalten.

UMTS ab 2007

H3G ist neben Tim, Wind , Omnitel und Ipse der fünfte Mobilfunkanbieter, der vor anderthalb Jahren eine UMTS-Lizenz für Italien erhalten und dafür 826 Mill. Euro gezahlt hatte. Mit der Erreichung eines positiven Betriebsergebnisses wird im Jahr 2005 gerechnet. Bis dahin sollen die Umsätze von 217 Mill. auf 1,82 Mrd. Euro gesteigert werden. Die vollständige Flächenabdeckung des UMTS-Standards wird im Jahr 2006 und der erste Bilanzüberschuss im Jahr 2007 erwartet. Im Jahr 2011, so die Berechnungen der Geschäftsführung, dürfte ein Umsatz von 5,86 Mrd. Euro und ein Reingewinn von 1,19 Mrd. Euro erzielt werden.

Nach Worten von Hauptgeschäftsführer Vincenzo Novari hat sich H3G auch die Rechte zur Übertragung von Videoclips für elf italienische Fussballclubs der ersten Liga gesichert. Vor einigen Monaten war zusammen mit Tim, Wind, Omnitel und Ipse zwecks Kostenteilung ein weitgehend gemeinsamer Netzaufbau (Sendeanlagen, Frequenzen) erwogen worden. Inzwischen ist als Kooperationsform nur noch von einer gemeinsamen Nutzung der Antennengrundstücke (site sharing) die Rede.(APA)

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