Nokia: Handy-Preise steigen

8. Februar 2002, 19:40
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Marktlage ist zwar schlecht, neue Produkte binden aber Kunden - Weltmarktführer mit Modelloffensive im ersten Halbjahr

Espoo - Trotz der weiterhin angespannten Marktlage erwartet der weltgrößte Handy-Hersteller, die finnische Nokia, für das laufende Jahr steigende Preise für seine Mobiltelefone. "Es ist wahrscheinlicher, dass der durchschnittliche Handy-Preis 2002 steigt als dass er als fällt, weil wir in der Lage sind, eine wachsende Zahl neuer Produktkonzepte auf den Markt zu bringen, die den Kunden mehr Wert bieten", sagte der für Mobiltelefone zuständige Nokia-Präsident Matti Alahuhta am Donnerstag.

Nokia hatte bereits früher angekündigt, in der ersten Hälfte dieses Jahres 20 neue Mobiltelefon-Modelle anzubieten. Ab dem zweiten Quartal will Nokia Handys mit integrierter Digitalkamera auf den Markt bringen. Alahuta zufolge will Nokia mit ähnlichem Tempo auch im zweiten Halbjahr neue Produkte einführen.

Preise derzeit noch rückläufig

Noch im Jänner hatte Nokia die Aussichten vorsichtiger beurteilt und für das laufende Jahr stabile bis leicht niedrigere Preise für seine Mobiltelefone vorausgesagt. In den letzten drei Monaten 2001 hatten sich die Preise sowohl für Nokia- als auch für Konkurrenzprodukte leicht rückläufig entwickelt.

Die neuen Handys mit Digitalkamera sollen es dem Kunden mit dem neuen "Multimedia Message Service (MMS) ermöglichen, digital Bilder mit Textzusatz zu senden und zu empfangen. "MMS wird der wichtigste Antrieb sein. Es ist möglich, daraus ein Volumengeschäft zu machen. Wir werden nicht drei Jahre warten, um die kritische Masse zu erreichen", sagte Alahuhta. MMS baue auf dem unerwarteten Erfolg des Short Message Service (SMS) auf, der binnen weniger Jahre auf eine Milliarde Kurznachrichten pro Tag gewachsen sei. (APA/Reuters)

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