NATO-Generalsekretär Robertson für baldige Neuwahlen in Mazedonien

7. Februar 2002, 23:28
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Regierung will Verlängerung des NATO-Einsatzes

Skopje - NATO-Generalsekretär George Robertson hat sich am am Donnerstagabend in Skopje für baldige Wahlen im Rahmen des Friedensprozesses in Mazedonien ausgesprochen. Außerdem drang er auf eine Amnestierung der albanischen Rebellen als Teil des Friedensplans von Ohrid zu Beilegung des Konflikts zwischen der slawischen Bevölkerungsmehrheit und albanischstämmigen Minderheit des Balkanlandes. Robertson war am Abend zu Gesprächen mit der mazedonischen Führung in Skopje eingetroffen.

Verlängerung ihres Einsatzes

Wie dort aus diplomatischen Kreisen verlautete, wird die mazedonische Regierung die NATO um Verlängerung ihres Einsatzes in Mazedonien um drei bis sechs Monate bitten. Robertson hatte zuvor in Brüssel versichert, dass die Allianz dazu bereit sei. Der zur Zeit unter deutsche Führung stehende Einsatz ist bis Ende März befristet.

Sicherheitslage

Bei seinen Gesprächen mit Präsident Boris Trajkovski, Regierungschef Ljubco Georgijevski und Parlamentspräsident Stojan Andov an diesem Freitag geht es auch um die Umsetzung des Friedensplans von Ohrid, die Sicherheitslage und eine mögliche NATO- Mitgliedschaft des Balkanlandes.

Auftrag der rund 700 NATO-Soldaten in Mazedonien ist der Schutz ziviler Beobachter, die die Vereinbarungen zur friedlichen Lösung des Konflikts zwischen der slawischen Mehrheit und dem albanischen Bevölkerungsteil überwachen. (APA/dpa)

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