Nur Arnold Schwarzenegger kam nicht...

7. Februar 2002, 23:34
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Nacht der Eitelkeiten, Prunk und Tradition

Wien - Reform hin oder her - auf der Feststiege regierte auch beim Opernball 2002 vor allem die Eitelkeit. Mit Hunderten von bunten Rosen als Konkurrenz mussten die Besucher allerdings schon Außergewöhnliches bieten, um das Blitzlichtgewitter und die "Ahs" und "Ohs" der Fotografen auf sich zu ziehen.

Austropromis

Die Prominenten, die in Richtung ihrer Logen stolzierten, hatten es da schon leichter. Franz Klammer, Hansi Hinterseer, Franz Antel, Lotte Tobisch, Tobias Moretti oder die vielen Politiker konnten sich schon durch ihre bloße Anwesenheit der ungeteilten Aufmerksamkeit sicher sein.

Zu den ersten echten "Promis", die die berühmten Stiegen der Oper erklommen, gehörten Bundeskanzler Wolfgang Schüssel mit Ehefrau Krista, Kunststaatssekretär Franz Morak, das Bürgermeister-Paar Helga und Michael Häupl und Verteidigungsminister Herbert Scheibner. Zwischenzeitlich die Show an sich gerissen hatte Entertainment-Profi Thomas Gottschalk. Der deutsche Star-Talker gab vor der Oper kurze Interviews und versicherte, er freue sich immens über sein Hiersein und das schöne Ereignis Opernball.

Blitzlichtgewitter für Claudia Cardinale

Einen wahren Ansturm der Medienleute löste Richard Lugner mit seinem diesjährigen Stargast, der italienischen Schauspielerin Claudia Cardinale, aus. Kaum war die weiße Limousine vorgefahren und hatte der Baumeister CC und mit einem herzhaften "Mausi, komm an meine Seite" seine Frau Christine neben sich flankiert, rauschten die Berichterstatter mit Blitzlichtern und Scheinwerfern auf das Trio zu. Dank der Hilfe von Polizeibeamten konnten die Cardinale und ihre Gastgeber dann doch in den Ballsaal vordringen. Auch auf der Feststiege rauften sich die Berichterstatter noch um das beste Bild.

Gesperrte Feststiege für Bundespräsident Klestil und finnische Präsidentin Halonen

Im Anschluss wurde die Feststiege für die Ankunft von Bundespräsident Thomas Klestil gesperrt. Das Staatsoberhaupt und seine Ehefrau Margot Klestil-Löffler begleiteten ihre Staatsgäste, die finnische Präsidentin Tarrja Halonen und den slowakischen Präsidenten Rudolf Schuster.

Strenger als die Fotografen und Kameraleute waren manche Besucherinnen, die vom Geländer aus ihre Konkurrenz auf der Feststiege begutachteten. "Hast das Kleid gesehen? Das ist ja urschiach", bemängelte eine Dame die Robe einer anderen Ballbesucherin. "Aber wenigstens passt die Frisur dazu, das ist schon ein komischer Knödel, den sie am Kopf hat."

Frackzwang für Berichterstatter

So umbarmherzig Beobachter und Schaulustige auch über die Gäste richteten, so großzügig waren manche bei der Wahl der eigenen Garderobe. Der Frackzwang, der heuer auch erstmals den Berichterstattern auferlegt worden war, wurde jedenfalls von den meisten geflissentlich ignoriert. Die "Knipser" zogen wie jedes Jahr durch ihre mitunter abenteuerlichen modischen Eigenkompositionen die Aufmerksamkeit auf sich. (APA)

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