Amerika, Land der Zugereisten

7. Februar 2002, 20:25
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Jeder fünfte US-Bürger ist "Ausländer" der ersten oder zweiten Generation

Washington - Jeder fünfte Amerikaner ist in einem anderen Land geboren oder hat mindestens ein Elternteil, bei dem dies der Fall ist. Das geht aus der jüngsten US-Bevölkerungstatistik hervor.

Rund 56 Millionen dieser Amerikaner der ersten oder zweiten Generation lebten derzeit in den USA, zitierten Zeitungen am Donnerstag vorab aus dem Bericht des Statistischen Bundesamtes. Die Zahl der US-Bürger, die ihre unmittelbaren Wurzeln in einem anderen Land haben, sei damit so hoch wie noch nie in der Geschichte der USA.

Zahlen-Neuland

Der Bericht befasst sich nicht mit der Zahl der illegalen Einwanderer in den USA. Offizielle Schätzungen gehen jedoch von etwa sieben Millionen aus.

Erstmals beschäftigten sich die Volkszähler mit den etwa 11,5 Millionen Kindern unter 18 Jahren, bei denen mindestens ein Elternteil Ausländer ist. Dem Bericht zufolge wurden mindestens 80 Prozent dieser Kinder in den USA geboren. Ein Drittel der Familien mit drei oder mehr Kindern lebe in Armut. (APA/dpa)

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