Ungarn und Polen machen Front gegen EU-Agrarvorschläge

7. Februar 2002, 15:44
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Unmut über geringe Agrarförderung zu Beginn der EU-Mitgliedschaft wächst

Budapest - Ungarn und Polen machen gemeinsam Front gegen den jüngsten Vorschlag der EU-Kommission zur Landwirtschaftsförderung der künftigen neuen EU-Mitgliedsländer. Das wurde am Donnerstag nach einer Unterredung zwischen dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban und dem polnischen Außenminister Wlodzimierz Cimoszewicz in Budapest bekannt. Stein des Anstoßes ist der Vorschlag der EU-Kommission, in den ersten zehn Jahren der Neumitgliedschaft nur einen geringen Teil der Brüsseler Landwirtschaftsunterstützung zu erhalten.

Der private Fernsehsender "RTL Klub" meldete, der Vorschlag sei "der inakzeptabelste Teil des Dokuments". Weiters wollen sich die so genannten Visegrad-Vier, die Länder Ungarn, Polen, Tschechien und Slowakei, möglichst bald treffen, um eine einheitliche Position zum Kommissionsvorschlag zu finden. EU-Erweiterungskommissär Günter Verheugen sagte in der Donnerstagsausgabe der "Süddeutschen Zeitung", die "harte Haltung Warschaus würde den Beitritt gefährden". Auf die Drohung Polens, Zölle auf EU-Waren einzuführen, meinte Verheugen, "dann können die Verhandlungen nicht zum Ende kommen".(APA/dpa)

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