US-Bürger nutzten E-Mails nach 11. September als Gruß

7. Februar 2002, 14:36
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Eher Kommunikationsmittel denn Informationsquelle

Nach den Anschlägen am 11. September haben US-Bürger einer am Donnerstag veröffentlichten Studie zufolge das Internet eher als Kommunikationsmittel denn als Informationsquelle genutzt. Mehr als 100 Millionen Amerikaner verschickten oder erhielten demnach E-Mails, in der Betroffenheit über die Anschläge zum Ausdruck gebracht wurde.

"Eine gänzlich neue Art der Kommunikation"

Es habe sich eine gänzlich neue Art der Kommunikation nach dem 11. September entwickelt, sagte Jeffrey Cole, Leiter der Studie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA). Das Internet sei kaum dafür genutzt worden, um Informationen und Fakten auszutauschen.

Postkarte mit wichtigerem Inhalt

57 Prozent der E-Mails sei demnach vergleichbar mit einer Postkarte gewesen, in der die Mitteilung selbst weitaus wichtiger gewesen sei als der Inhalt, heißt es in der Studie weiter. Weniger als 18 Prozent der 1.200 Befragten verschickten oder erhielten E-Mails, die direkt nach Vermissten fragten.

80 Prozent nutzten das Fernsehen

Nur drei Prozent nutzten Internetseiten, um sich über die Anschläge zu informieren. Dagegen schalteten 80 Prozent den Fernseher ein, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Das erste Mal von den Anschlägen erfahren haben mehr als die Hälfte der US-Bürger über das Fernsehen, 25 Prozent über eine andere Person und 15 Prozent über das Radio. Nur weniger als ein Prozent erfuhr von den Anschlägen über das Internet.(APA/Reuters)

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