Mitteilsamkeit als zentrales Bedürfnis

7. Februar 2002, 14:34
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Soziolgische Studie in den USA: Internet-Nutzung seit 11. September auf private E-Mails fokussiert - weniger Interesse an Informationen

San Francisco - Nach den Anschlägen am 11. September haben US-Bürger einer am Donnerstag veröffentlichten Studie zufolge das Internet eher als Kommunikationsmittel denn als Informationsquelle genutzt. Mehr als 100 Millionen Amerikaner verschickten oder erhielten demnach E-Mails, in der Betroffenheit über die Anschläge zum Ausdruck gebracht wurde.

"Gänzlich neue Art der Kommunikation"

Es habe sich eine gänzlich neue Art der Kommunikation nach dem 11. September entwickelt, sagte Jeffrey Cole, Leiter der Studie an der Universität von Kalifornien in Los Angeles (UCLA). Das Internet sei kaum dafür genutzt worden, um Informationen und Fakten auszutauschen.

57 Prozent der E-Mails sei demnach vergleichbar mit einer Postkarte gewesen, in der der Akt der Mitteilung selbst weitaus wichtiger gewesen sei als der Inhalt, heißt es in der Studie weiter. Weniger als 18 Prozent der 1.200 Befragten verschickten oder erhielten E-Mails, die direkt nach Vermissten fragten.

Information durch TV

Nur drei Prozent nutzten Internetseiten, um sich über die Anschläge zu informieren. Dagegen schalteten 80 Prozent den Fernseher ein, um sich auf den neuesten Stand zu bringen. Das erste Mal von den Anschlägen erfahren haben mehr als die Hälfte der US-Bürger über das Fernsehen, 25 Prozent über eine andere Person und 15 Prozent über das Radio. Nur weniger als ein Prozent erfuhr von den Anschlägen über das Internet. (APA/Reuters)

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