Biomasse-Verband fordert höhere Einspeisetarife für Ökostrom

7. Februar 2002, 13:51
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Wirtschaftlicher Betrieb nach Wegfall der Investitionsförderung "praktisch unmöglich"

Wien - Der Österreichische Biomasse-Verband fordert höhere Einspeisetarife für die Abnahme elektrischer Energie aus Ökostromanlagen. Nach dem Wegfall der Investitionsförderung, argumentiert der Verband, sei ein Kosten deckender Betrieb "praktisch unmöglich".

Ohne Anhebung der Einspeisetarife werde es auch nicht möglich sein, die im Elektrizitätswirtschafts- und -Organisationsgesetz (ElWOG) festgelegten Zielvorgaben für Strom aus erneuerbaren Energieträgern zu erreichen, heißt es in einer Pressemitteilung vom Donnerstag.

Nach den ElWOG-Bestimmungen müssen seit Oktober 2001 zumindest ein Prozent des heimischen Strom-Endverbrauchs in Ökoanlagen erzeugt werden. Bis Oktober 2007 muss schrittweise auf 4 Prozent erhöht werden, wobei die Netzbetreiber den Ökostrom zu fixierten Einspeistarifen abnehmen müssen.

Bei einer neuerlichen ElWOG-Novellierung wären die Bundesländer zu verpflichten, bei der Verabschiedung von Stromeinspeiseverordnungen die Tarife so festzusetzen, dass ein wirtschaftlicher Betrieb der Ökoanlagen auch ohne Investitionsförderung möglich ist, fordert der Biomasse-Verband. Gleichzeitig müsste dabei sichergestellt werden, dass die Betreiber von Ökostromanlagen den Einspeisetarif, der zum Zeitpunkt der Genehmigung der Anlage gilt, für mindestens 15 Jahre garantiert erhalten. (APA)

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