150 Tote bei Überschwemmungen in Indonesien

7. Februar 2002, 13:51
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Fluten mittlerweile zurückgegangen - Bewohnerinnen kehrten in ihre Häuser zurück

Jakarta - Bei schweren Überschwemmungen in Indonesien sind fast 150 Menschen ums Leben gekommen. Allein in der Provinz Ost-Java und der Hauptstadt Jakarta wurden mindestens 75 Todesfälle gezählt. Die Behörden schätzten den Schaden am Donnerstag auf über 200 Millionen US-Dollar (230 Mill. Euro/3,17 Mrd. S).

Folgekrankheiten

Mittlerweile gehen die Fluten wieder zurück: 330.000 BewohnerInnen Jakartas, die vor den Überschwemmungen geflüchtet waren, bezogen in ihre Häuser wieder. Mehr als 51.000 Menschen leiden als Folge der schlechten hygienischen Bedingungen noch an Darmerkrankungen, Grippe oder Hautkrankheiten.

Korruption als Ursache?

Die Überflutungen in dem Inselstaat waren durch die schweren Regenfälle seit Ende Jänner verursacht worden. Der Verkehr auf Straßen, Schienen und in der Luft wurde weitgehend unterbrochen, Tausende Telefonleitungen zerstört. Umweltschützer machten Korruption und fehlerhafte Bauplanung für die Überflutungen verantwortlich.

Besonders in der Hauptstadt Jakarta seien viele Grünflächen versiegelt worden, Regenwasser würde verstärkt durch die zahlreichen Flüsse abfließen. Mehrere regierungsunabhängige Organisationen kündigten an, sie wollten die Regierung auf Entschädigungszahlungen für die Flutopfer klagen. (APA/AFP)

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