Keine Bergung weiterer Toter aus der "Kursk"

7. Februar 2002, 12:48
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Bisher 94 der 118 Besatzungsmitglieder gefunden

Moskau - Nach der Bergung von 94 der 118 toten Seeleute aus dem Atom-U-Boot "Kursk" erwarten die russischen Behörden keine weiteren Leichenfunde mehr in dem Wrack. Zwar werde die Durchsuchung des bei Murmansk eingedockten Bootes fortgesetzt, doch mit weiteren Funden toter Matrosen sei nicht zu rechnen, sagte Militärstaatsanwalt Wladimir Mulow.

Unglück im vorigen August

Die "Kursk" war am 12. August 2000 bei einem Manöver in der Barentssee wahrscheinlich nach zwei Explosionen eigener Torpedos an Bord gesunken. Im Herbst 2000 bargen Taucher zunächst zwölf tote Matrosen. Im Oktober 2001 wurde das Wrack gehoben und an Land gebracht, seitdem wurden weitere 82 Seeleute gefunden.

Bei dem Unglück seien vier oder mehr Torpedos detoniert, sagte der Chefermittler der russischen Militärstaatsanwaltschaft, Generalmajor Viktor Schejn, am Donnerstag. Es sei bekannt, welcher Torpedo in welchem Abschussrohr zuerst explodiert sei. Das habe sich aus dem Fund von Teilen auf dem Meeresgrund ergeben." Nähere Angaben machte Schejn nicht. Ein offizieller Regierungsbericht zu der U-Boot-Katastrophe steht noch aus. (APA/dpa)

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