Robotervogel kann in niedriger Höhe zwischen Wolkenkratzern fliegen

6. Februar 2002, 20:18
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"Minihubschrauber" für Militäreinsätze entwickelt ... und für die Filmindustrie

Cambridge/ Massachusetts - Wissenschaftler des Massachusetts Instiute of Technology (MIT) haben den nach eigenen Angaben ersten Robotervogel der Welt entwickelt, der selbstständig akrobatische Flugmanöver durchführt. Das Gerät in der Art eines Minihubschraubers soll für militärische Aktionen im Gebirge und in Städten Einsatz finden. Aufgrund der vibrationsisolierenden Ausstattung könnte er aber auch Dreharbeiten aus der Vogelperspektive für die Filmindustrie übernehmen. Der Prototyp kostet in der Entwicklung rund 40.000 Dollar, exklusive Laborkosten. Für militärische Zwecke liegen die Herstellungskosten bei rund 500.000 Dollar.

Bereits im vergangenen Jahr gelang es dem Forscherteam um Eric Feron vom Department of Aeronautics and Astronautics ein autonomes akrobatisches Manöver mit einem X-Cell 60 Modell zu fliegen. In großer Geschwindigkeit flog dieses eine korkenzieherähnliche Rolle und kam von selbst wieder auf den richtigen Kurs. Derartige Flugmanöver meistern nur Elite-Piloten, so Feron. Der neue Robotervogel sei aber leichter zu bedienen. Nur zum Starten und Landen sei ein erfahrener Pilot am Boden für die manuelle Führung notwendig. Alle übrigen Flugmanöver des Roboters könnten auch von einem Laien mit Hilfe einer Fernbedienung durchgeführt werden.

Laut Entwicklern ist der Apparat ideal für Militäreinsätze, die für bemannte Flugmaschinen zu gefährlich sind. Der Robotervogel kann in niedriger Höhe zwischen Wolkenkratzern fliegen und soll sich auch dazu eignen, aus der Höhe Terroristenverstecke im Gebirge zu fotografieren. Die Aufnahmen könnten anschließend in Echtzeit an Militärflugzeuge oder Flugzeugträger übermittelt werden. (pte)

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