Max Perutz 1914-2002

6. Februar 2002, 19:46
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"Ein Gigant der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts" ist Mittwochfrüh gestorben

London - "Ein Gigant der Wissenschaft des 20. Jahrhunderts" ist Mittwochfrüh gestorben, gab George Radda vom britischen Medical Research Council bekannt: Max Ferdinand Perutz, Chemie-Nobelpreisträger von 1962.

1914 in Wien geboren, besuchte er zunächst das Theresianum, studierte daraufhin Chemie und ging 1936 nach Cambridge.

Das Textilgewerbe seiner Familie wurde von den Nazis enteignet, seine Eltern zu Flüchtlingen. Perutz selbst nutzte schon früh Röntgen zur Kristallographie, publizierte 1938 seine erste Arbeit über Hämoglobin in Nature und gilt als einer der Begründer der modernen Strukturbiologie. Am Cavendish Laboratory in Cambridge gründete er bereits 1947 eine Abteilung für Molekularbiologie. Das Mitglied der US-Akademie der Wissenschaften und der Royal Society erhellte in den 90ern auch den molekularen Hintergrund von der Huntington-Krankheit. (rosch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 2. 2002)

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