Pferdeseuche entdeckt

6. Februar 2002, 19:25
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Erkrankung für Menschen ungefährlich

Linz - In Oberösterreich besteht der Verdacht, dass ein Fall einer Pferdeseuche aufgetreten ist. Die Symptome deuten auf eine Herpes-Virusinfektion, die für Pferde, nicht aber Menschen gefährlich ist. Betroffen ist ein Reiterhof im Bezirk Wels-Land. Ein Befund, der Klärung bringen soll, stand zunächst noch aus.

Im betroffenen Stall musste ein Tier getötet werden. Die Viren verursachen hohes Fieber und können bei Stuten Fehlgeburten auslösen. Auch neurologische Auswirkungen sind bekannt: Stolpern und Schwanken sind die Folge. Auch das getötete Pferd zeigte Lähmungserscheinungen an einer Hinterhand. In dem betroffenen Reiterhof stehen fiebernde Tiere neben gesunden, die allerdings geimpft wurden. Die Impfung muss zwei Mal pro Jahr durchgeführt werden, der Impfstoff allein kostet jeweils zumindest rund 43,6 Euro (600 Schilling).

Weil die Krankheit am häufigsten durch Tröpfchen von Nase zu Nase übertragen wird, empfiehlt der Tierarzt neben der Impfung vor allem peinliche Hygiene. Das Pferdezentrum in Stadl-Paura hat auf freiwilliger Basis seinen Betrieb inzwischen eingeschränkt. Zwei Turniere wurden in diesem Zusammenhang abgesagt. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 7. 2. 2002)

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