Kabelverkauf der Telekom an Liberty für Deutschland "extrem wichtig"

6. Februar 2002, 18:30
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Geschäft mit dem US-Medienkonzern "bester Plan"

Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Ron Sommer, hat sich mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands eindringlich für ein Gelingen des vom Kartellamt untersagten Verkaufs des Fernsehkabels an Liberty Media ausgesprochen. Aus volkswirtschaftlicher Sicht sei das Geschäft "extrem wichtig", sagte Sommer am Mittwoch in Berlin.

Er hoffe, dass die Frage berücksichtigt werde, ob man auf die Schaffung von 10.000 Arbeitsplätzen und Investitionen von acht Mrd. Euro (110,1 Mrd. S) wie Liberty sie vorhabe, verzichten könne. Man sollte dankbar sein, dass ein solch erfolgreicher Investor nach Deutschland kommen wolle, betonte Sommer.

Das vereinbarte Geschäft mit dem US-Medienkonzern sei für die Deutsche Telekom AG der "beste Plan", sagte der Vorstandsvorsitzende. Insofern sei es momentan nicht angebracht, über mögliche Alternativpläne zu spekulieren. Liberty hatte im vorigen September mit der Telekom die Übernahme ihrer restlichen sechs von neun Kabelregionen für 5,5 Mrd. Euro vereinbart. Vorige Woche hatte das Bundeskartellamt das Geschäft in der derzeit geplanten Form untersagt, weil es die Stärkung einer marktbeherschenden Stellung durch Liberty auf dem deutschen Kabelmarkt befürchtet. Der US-Konzern hat aber noch Zeit, um sein Angebot nachzubessern.(APA)

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