Verbotene PKK will sich auflösen und legale Plattform errichten

7. Februar 2002, 15:19
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Keine Aktivitäten mehr unter bisherigem Namen

Ankara - Die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) will ihre Aktivitäten unter ihrem bisherigen Namen einstellen und eine neue legale Plattform bilden. Die PKK werde in Europa und der Türkei nicht mehr aktiv sein, berichtete die pro-kurdische Zeitung "Ozgur Politika" am Mittwoch unter Berufung auf eine Erkärung der Partei. Über eine Umstrukturierung solle noch in diesem Jahr auf einem PKK-Kongress beraten werden.

Diese Entscheidung bedeutet Beobachtern zufolge eine baldige Auflösung der PKK, die 15 Jahre lang einen bewaffneten Kampf für ein unabhängiges Kurdistan geführt hatte. Mit der Verhaftung ihres Führers Abdullah Öcalan 1999 hatte die PKK ihren bewaffneten Kampf aufgegeben. Öcalan wurde im Juni desselben Jahres wegen Hochverrats zum Tode verurteilt und sitzt in einem türkischen Gefängnis. (APA)

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