Frächter Karl Kralowetz wird in Luxemburg angeklagt

6. Februar 2002, 17:36
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Grund: Verstöße gegen Ruhezeiten der Lenker und gegen Urlaubszeiten

Wien - Gegen den in Luxemburg inhaftierten Frächter Karl Kralowetz wird nun auch in diesem Land Anklage erhoben. Dies berichtete der ORF-Teletext am Mittwoch.

Anklage steht nicht im Zusammenhang mit deutschen Ermittlungen

Die Anklage stehe aber nicht in Zusammenhang mit den Ermittlungen der deutschen Behörden, hieß es. Die Staatsanwaltschaft Traunstein ermittelt gegen verschiedene Transportunternehmen wegen des Verdachts des Einschleppens von Menschen.

Vergehen gegen die europäische Bestimmungen

Kralowetz, Eigentümer der Transportfirma United Cargo Limited, werden in Luxemburg laut dem Bericht Vergehen gegen die europäischen Bestimmungen für Frächter zur Last gelegt. Dabei soll es sich um Verstöße gegen die Ruhezeiten der Lenker und gegen die Urlaubszeiten handeln. Das Urteil könne in zwei bis drei Wochen ergehen. Ob sich die Auslieferung nach Deutschland verzögert, sei unklar.

Neben der Staatsanwaltschaft München II ermitteln auch Behörden in Traunstein. Laut dem zuständigen Oberstaatsanwalt Wolfgang Giese sei der verstärkte Einsatz von Fahrern aus Drittländern seit rund zwei Jahren zu bemerken. Häufen sich Fälle, dass Fahrer ohne Arbeitserlaubnis für Deutschland bei Kontrollen auffallen, werden Ermittlungen gegen das verantwortliche Unternehmen eingeleitet.

Gegen mehrere Transportunternehmen wird ermittelt

Giese bestätigte, dass derzeit gegen mehrere Transportunternehmen - nicht nur aus Österreich - erhoben werde. Dabei handle es sich zumeist um den Tatbestand des Einschleppens.(APA)

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