Strahlung bei neuen Handys unnötig hoch

6. Februar 2002, 16:08
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Deutsche Verbraucherschützer testeten gängige Mobiltelefone mit GSM-Standard - Lage soll sich mit UMTS bessern

Deutsche Verbraucherschützer lassen mit einer am Mittwoch veröffentlichten Studie aufhorchen. Laut den Angaben der Tester verbreiten neue Mobiltelefone oft mehr Elektrosmog als ältere Geräte. "Viele der neueren Telefone haben eine höhere Strahlung, strahlungsarme Handys werden dagegen vom Markt genommen", kritisierte Joachim Dullin von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Diese Problematik ist laut den Verbraucherschützern übrigens nicht auf einzelne Hersteller beschränkt.

"Die technischen Möglichkeiten werden nicht genutzt

Bei der Pressekonferenz in Düsseldorf erklärte Dullin weiter: "Die technischen Möglichkeiten werden nicht genutzt. Die Hersteller haben offenbar andere Prioritäten als den Gesundheitsschutz. Was ohne Qualitätseinbußen machbar ist, darf nicht auf der Strecke bleiben, nur weil das Produkt dann billiger wird". Bei ihren test hatten die Verbraucherschützer die Strahlung gängiger Handys mit GSM-Standard gemessen. Eine Besserung der Situation soll allerdings mit der Einführung des UMTS-Standard eintreten.

Situation nicht eindeutig geklärt

Die Grenzwerte für Elektrosmog orientieren sich lediglich auf die Wärmeeffekte der Strahlung. Es gäbe allerdings, so die Verbraucherschützer, inzwischen auch Hinweise auf Einflüsse auf die Hormonsteuerung und die Zellkerne. Zwar ist diese Situation nicht eindeutig geklärt, doch sollte die Strahlung mit Hilfe der vorhandenen Technik nach Möglichkeit reduziert werden.

Gleiche Problematik auch bei Sendemasten

Die gleiche Problematik sehen die Tester auch im Zusammenhang mit Sendemasten. Auch hier werde das technische Potential zur Vermeidung unnötiger Strahlung ihrer Meinung nach bei weitem nicht ausgeschöpft. (red)

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