Dicke Fischer dürfen nicht mehr aufs Meer hinaus

6. Februar 2002, 15:38
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Norwegen macht Schlanksein zur Bedingung für einen ganzen Berufsstand

Oslo - Dicke Fischer müssen in Norwegen künftig an Land bleiben. Zu schwere Menschen seien auf See eine Gefahr für sich selbst, begründete Björn Lödöen von der norwegischen Fischereibehörde am Mittwoch den Erlass. Wer weiter fischen darf, entscheidet der so genannte Body mass index (BMI), der Größe und Gewicht zueinander in Relation setzt. Fischer, deren Index über 35 liegt, müssen künftig am Kai bleiben. Bei einem Index über 30 gilt ein Mensch bereits als übergewichtig.

Widerstand

Bei den Betroffenen stößt die neue Regelung auf heftigen Widerstand. "Ein 1,80 Meter großer Mann darf nicht mehr als 112 Kilogramm wiegen", protestierte sich Nils Myklebust im norwegischen Rundfunk. Der Fischer, der selbst haarscharf am Limit liegt, berichtete von einem Kollegen, der wegen der neuen Regelung eine monatelange Abmagerungskur auf sich nehmen musste.(APA)

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