Deutsche Telekom gibt Startschuss für das Handy der Zukunft

6. Februar 2002, 18:25
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Siemens liefert Technik - auch für max.mobil

Für das Handy der Zukunft hat die Deutsche Telekom den Startschuss zum Ausbau der UMTS-Netzes in Deutschland und Österreich gegeben. In dem neuen Telekom-Gebäude in Berlin-Mitte unterzeichneten Telekom-Chef Ron Sommer und der Siemens-Vorstandsvorsitzende Heinrich von Pierer am Mittwoch einen Vertrag über die Bereitstellung der neuen Systemtechnik für die dritte Handy-Generation. Die Mobilfunk-Tochter T-Mobile will bis zum Ende des Jahres mehr als 140 Mill. Euro (1,93 Mrd. S) in UMTS investieren. Der Rahmenvertrag beinhalte auch die Errichtung von UMTS-Technik für den österreichische Handynetzbetreiber max.mobil, hieß es am Mittwoch.

Überzeugt

"Ich bin überzeugt, dass es uns rasch gelingen wird, UMTS zu einem neuen Massenmarkt zu machen", sagte Sommer. Auch bei der Einführung von GSM, ISDN oder T-DSL seien Zweifel geäußert worden, dass eine Nachfrage danach entstehen würde. Die Versendung von rund 900 Millionen SMS pro Monat im T-D1-Netz zeige, dass es neben der Sprachkommunikation einen hohen Bedarf an der Nutzung der mobilen Datenkommunikation gebe.

"City on Air"

Mit UMTS sollen Kunden Pierer zufolge künftig auch mit dem Mobiltelefon besseren Zugriff auf das Internet haben, Videotelefonate in Echtzeit führen können sowie Multimedia-Messages mit Grafiken, Fotos, Videoclips oder Musik senden und empfangen können. Als weitere Anwendungsbereiche, die bereits getestet werden, nannte er Multimedia-Shopping und "City on Air" - ein lokaler Informationsservice über aktuelle Veranstaltungen, öffentliche Verkehrsmittel und Reservierungsmöglichkeiten.

Pierer beteuerte auch: "Es gibt keinen wissenschaftlichen Hinweis auf Erkrankungen, die sich auf elektromagnetische Felder des Mobilfunks zurückführen lassen, sofern die europaweit gültigen Grenzwerte nicht überschritten werden." Er versprach allerdings weitergehende Forschung auf diesem Gebiet.(APA)

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