Frauenpriesterweihe als "schweres Vergehen"

7. Februar 2002, 15:42
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Bischof Küng: Weihe ungültig, es fehlen Voraussetzungen

Feldkirch - In der Diskussion um die im Sommer geplante Weihe von Frauen zu Priesterinnen hat sich nun auch der Feldkircher Diözesanbischof Klaus Küng ablehnend zu Wort gemeldet. Wenn sich römisch-katholische Frauen zu Priesterinnen weihen lassen, dann begehen sie ein schweres Vergehen, unterstrich Küng laut Kathpress in einem ORF-Interview. Derzeit sollen sich in einem Kloster in der Erzdiözese Salzburg zehn Frauen aus dem In- und Ausland auf die Priesterweihe vorbereiten.

Vor einigen Tagen hatten bereits der Salzburger Erzbischof Georg Eder und die Erzdiözese München gewarnt, solche Weihen wären kirchenrechtlich nicht erlaubt und ungültig. Er sei "sehr traurig" darüber, so Küng, da dies wieder eine Wunde sei, "die der Kirche geschlagen wird". Frauen hätten vielfältige Möglichkeiten, sich in der römisch-katholischen Kirche zu betätigen. Es sei schade, "wenn jemand frustriert ist und ständig etwas machen will, was man nicht tun kann". Die Weihe von Frauen wäre ungültig, es könne kein Priestertum für Frauen geben, diese Frage sei eingehend geprüft worden, betonte Bischof Küng.

Hubert Feichtlbauer, der Vorsitzende der Plattform "Wir sind Kirche", zeigte zuletzt Verständnis für den Wunsch der Frauen, distanzierte sich aber von der geplanten Aktion. Die Plattform trete nach wie vor für die Weihe von Frauen ein, allerdings sollten in der Frage der Frauenordination "keine Maßnahmen gesetzt werden, die dem geltenden Kirchenrecht nicht entsprechen". Daher "Frauenweihe - so nicht", hieß es am Mittwoch in einer Aussendung der Plattform. (APA)

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