Gehrer gegen Freigabe der Studiengebühren-Höhe

7. Februar 2002, 13:15
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Vorschlag von Wirtschaftskammer-Präsident Leitl auch für SPÖ indiskutabel

Wien - Die von Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Leitl (V) angedachte Freigabe der Höhe der Studiengebühren stößt auf Ablehnung bei Regierung und Opposition. Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) sprach sich gegenüber der APA klar gegen den Vorschlag aus: "Die Studienbeitrags-Höhe wird nicht freigegeben." Die SPÖ will die Studiengebühren - derzeit 363,36 Euro (5.000 Schilling) pro Semester - ganz abschaffen.

Bereits jetzt erhielten die Hochschulen durch die Universitäts-Milliarde zusätzliche Mittel, betonte die Ministerin. Nach der Ausgliederung würde das aus den Studienbeiträgen lukrierte Geld dann bei ihnen verbleiben. "Jetzt haben die Unis zu beweisen, dass sie mit diesem Geld Verbesserungen für die Studenten erzielen können", so Gehrer. Wichtig wäre es etwa, ein besseres Gebäude- und Raummanagement einzuführen und den Studenten zu zeigen, in welchen Studienrichtungen Plätze frei wären.

Auch für SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Andrea Kuntzl ist eine Gebühren-Freigabe "indiskutabel". Dies würde dazu führen, dass die Wahl des Studiums sich nicht mehr nach den Interessen und Begabungen, sondern nach den finanziellen Möglichkeiten richte. Vielmehr müssten die Studiengebühren ersatzlos gestrichen werden, so Kuntzl. (APA)

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