Ford Austria von Reformvorschlägen wenig beeindruckt

6. Februar 2002, 13:35
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Generaldirektor: "Ein guter Händler wird sich den Veränderungen stellen können."

Wien - Wenig beeindruckt reagiert hat Ford Austria, Importeur der drittgrößten Marke in Österreich, auf die Reformvorschläge der EU-Kommission für den europäischen Autovertrieb: "Die Industrie kann damit leben, wie sie in der Vergangenheit mit den wahrscheinlich gravierenderen Veränderungen bei den Abgasemissionen auch leben konnte", sagte Fritz Schmutzer, Generaldirektor der österreichischen Ford Motor Company am Mittwoch. Dies gilt seiner Meinung nach auch für die Markenhändler: "Ein guter Händler wird sich den Veränderungen in den Rahmenbedingungen stellen können."

Die Zusammenarbeit zwischen Importeuren und Händlern werde sich "nicht gravierend ändern", sagte Schmutzer bei der Jahres-Pressekonferenz seines Unternehmens.

Dass die sich abzeichnende europaweite Niederlassungsfreiheit tatsächlich dazu führen wird, dass etwa britische oder dänische Händler Schauräume in Innsbruck oder Zwettl errichten, glaubt Schmutzer nicht. Zum einen seien die Preise in Europa schon "sehr stark harmonisiert". Zum anderen gebe es zahlreiche gewerberechtliche und andere Rahmenbedingungen, die sich von Land zu Land stark unterschieden und die der Händler-Mobilität innerhalb der EU Grenzen setzen würden. (APA)

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