Tele.ring: Entscheidung für UMTS-Lizenz bis Ende 2002

6. Februar 2002, 15:54
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Telefonica faßt Beschluss im März - Deutsche Telekom und Siemens stellen Technik in Deutschland

Wien/Berlin - Während andere UMTS-Betreiber in Österreich bereits emsig den Aufbau der Netze für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) planen, hat der vierte österreichische Handynetzbetreiber tele.ring noch immer keine Entscheidung über die Nutzung der Option auf die UMTS-Lizenz der Mannesmann 3G Mobilfunk GmbH getroffen. "Es besteht derzeit kein Handlungsbedarf, die Option läuft erst Ende 2002 aus", sagte tele.ring-Geschäftsführer Hubertus Hofkirchner zur APA.

tele.ring wolle zuvor abwarten, was die für Herbst 2002 erwartete Telekom-Novelle zum Telekomgesetz hinsichtlich möglicher UMTS-Kooperationen bringe, erläuterte Hofkirchner. tele.ring hatte im November 2000 selbst keine UMTS-Lizenz ersteigert. Allerdings hat tele.ring bis Ende 2002 eine Option auf die österreichische UMTS-Lizenz der damaligen Schwester Mannesmann 3G Mobilfunk. Im Mai 2002 wurde tele.ring von Vodafone/Mannesmann an den US-Telekombetreiber Western Wireless International verkauft.

Telefonica entscheidet im März

Die spanische Telefonica, die in Österreich mit dem Festnetzanbieter European Telecom und dem UMTS-Lizenzinhaber 3G Mobile tätig ist, wird im März 2002 Details zum UMTS-Start in Europa und damit auch in Österreich beschließen, sagte 3G Mobile-Geschäftsführer Kurt Lüscher am Mittwoch zur APA.

Für die dritte Mobilfunkgeneration UMTS habe man "in Österreich bisher noch keinen Euro" investiert, betonte Lüscher. Telefonica will in Österreich allerdings auch GSM-Mobilfunkdienste anbieten. Dazu habe man alle Vorbereitungen getroffen und Roamingverträge abgeschlossen, das Netz sei betriebsfertig und vom Telekom-Regulator bereits begutachtet worden, so Lüscher.

Deutsche Telekom und Siemens arbeiten bei UMTS zusammen

Die Deutsche Telekom und Siemens wollen bei der Einführung der neuen Mobilfunktechnik UMTS zusammenarbeiten. Dies gaben die beiden Vorstandsvorsitzenden Ron Sommer und Heinrich von Pierer am Mittwoch vor Journalisten in Berlin bekannt. Beide Unternehmen schlossen einen "weit reichenden Vertrag über die Bereitstellung von UMTS-Technik". Sommer kündigte ferner an, dass die Telekom bis zum Jahresende in rund 20 deutschen Städten UMTS-Netze aufbauen will. Die Investitionen bezifferte er auf mehr als 140 Mill. Euro (1,9 Mrd. S). (APA/dpa)

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