Allianz der großen Tech-Konzerne

7. Februar 2002, 14:25
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IBM, Microsoft, Intel, SAP und andere gründen Web Services Interoperability Organization

New York - Die US-Technologiekonzerne IBM, Microsoft sowie weitere Unternehmen wollen nach Angaben aus informierten Kreisen am Donnerstag eine Allianz ankündigen, die Standards für einen leichteren und billigeren Zugang für Geschäfte im Internet setzen soll. Aus mit dem Projekt vertrauten Kreisen verlautete am Dienstag weiter, der Projektname laute "Web Services Interoperability Organization".

Der vorgesehene Zusammenschluss soll den Informationsaustausch unter verschiedenen Computersystemen ermöglichen. Außerdem hat Microsoft nach eigenen Angaben am Mittwoch in Frankreich und Deutschland ein mobiles Internet-Portal gestartet.

An der Web-Zusammenarbeit sollen neben IBM und Microsoft auch BEA Systems und womöglich auch die Technologie-Konzerne Sun Microsystems, Intel und Oracle gehören. "All diese Unternehmen, die normalerweise nicht freundlich zueinander stehen, arbeiten zusammen", sagte CIBC World Markets-Analyst John DiFucci. "Sie alle haben sich darauf geeinigt ... und das ist erstaunlich."

Nicht kompatible Lösungen

Bisher gibt es für die Nutzung des Internets mehrere zum Teil nicht kompatible Software-Lösungen der verschiedenen Anbieter. So entwickelte Sun Microsystems beispielsweise die plattform-unabhängige Skript-Sprache Java. Microsoft dagegen setzte auf eine eigene Lösung, die nur auf Microsoft-Computern laufen. Es gab zwar in der Vergangenheit bereits mehrere Kooperation zwischen Microsoft und IBM, doch erst Ende November hatte IBM einen Großrechner vorgestellt, der extra für das Microsoft-Konkurrenz-Produkt Linux entworfen wurde.

Unabhängig von einer möglichen Zusammenarbeit startete Microsoft am Mittwoch eine mobile Version seiner MSN-Internet-Portale. Es sei besonders für die kleinen Bildschirme von Taschencomputern gedacht, hieß es in einer Mitteilung aus London. "Der Start bedeutet, dass erstmals eine große Bandbreite von MSN-Inhalten ... über mobile Geräte zugänglich ist." Die Portale in Frankreich und Deutschland seien für Handheld-Computer gedacht, die einen Zugang zum Internet haben, etwa über Mobiltelefone. In Großbritannien und Spanien sollen in den kommenden Wochen ebenfalls Microsoft-Portale gestartet werden. (APA/Reuters)

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