IT-Giganten gründen Internet-Allianz

7. Februar 2002, 12:49
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IBM, Microsoft, Oracle, HP, SAP, Intel und Co. wollen Informationsaustausch im Netz verbessern

Europas größter Software-Konzern SAP hat mit einer Reihe großer Unternehmen der Computer-Industrie eine Allianz für einheitliche Internet-Standards geschlossen. Zu der neuen Web Service Interoperability Organization (WS-I) gehörten unter anderem Microsoft, IBM, Intel, Oracle, Hewlett-Packard und Fujitsu Business Systems, teilte die beteiligten Firmen in der Nacht zum Donnerstag in New York mit. Gemeinsam wollten die Unternehmen einen Standard für Internet-Anwendungen anbieten, der den Informationsaustausch unter verschiedenen Systemen verbessere.

Nähere Prüfung

Bisher nicht an der Allianz beteiligt ist der Erzrivale von Microsoft, Sun Microsystems. WS-I sei aber ein gutes Konzept, das eine nähere Prüfung rechtfertige, hieß es bei Sun. Sun und Microsoft haben mit Java und .Net zwei konkurrierende Systeme für die Entwicklung von Anwendungssoftware auf dem Markt. Software-Entwickler und ihre Firmen müssen sich also zwischen Java und .Net entscheiden. In der WS-I-Allianz sind bereits Unternehmen aus beiden Lagern vertreten.

MSN Mobil

Unabhängig von einer möglichen Zusammenarbeit startete Microsoft am Mittwoch eine mobile Version seiner MSN-Internet-Portale. Es sei besonders für die kleinen Bildschirme von Taschencomputern gedacht, hieß es in einer Mitteilung aus London. "Der Start bedeutet, dass erstmals eine große Bandbreite von MSN-Inhalten ... über mobile Geräte zugänglich ist." Die Portale in Frankreich und Deutschland seien für Handheld-Computer gedacht, die einen Zugang zum Internet haben, etwa über Mobiltelefone. In Großbritannien und Spanien sollen in den kommenden Wochen ebenfalls Microsoft-Portale gestartet werden.(Reuters)

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