Pompöse Verleihung der Goldenen Kamera Berlin

6. Februar 2002, 08:29
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Einen kleinen Eklat gab es um Meg Ryan

Berlin - Mit einer pompösen Gala sind am Dienstagabend in Berlin die Trophäen der 37. Goldene Kamera verliehen worden.

Für einen Wermutstropfen sorgte die überraschende Absage von US- Filmstar Meg Ryan, die in Berlin für ihren neuen Film "Kate & Leopold" warb. "Ich habe einen engen Zeitplan", begründete sie auf Anfrage ihre Absage mit Zeitnot: "Ich bin gestern aus Rom gekommen und muss direkt weiter." Ihre Absage habe nichts damit zu tun, dass auch ihr Ex-Geliebter Russell Crowe in Berlin zu den Filmfestspielen erwartet wird. Nützte alles nichts: Der für sie vorgesehene Preis für die "internationale Filmkarriere" fiel kurzerhand weg.

Auch die Goldene Kamera für die Kategorie "Lebenswerk international" blieb im Trophäenschrank. Hollywoodstar Cate Blanchett ("Herr der Ringe") nahm immerhin die Auszeichnung als "Sensation des Jahres" entgegen.

Zur besten Nachwuchsschauspielerin wurde Annett Renneberg gekürt. Sie erhielt im Berliner Schauspielhaus am Gendarmenmarkt die Lilli-Palmer-Gedächtnis-Kamera für die beste Nachwuchsschauspielerin. Die 23-Jährige, die häufig schwierige Charaktere spielt, wurde unter anderem durch den Tatort "Der Päsident" bekannt.

Geehrt wurden ansonsten Aufsteiger wie die US-Popdiva Anastacia ebenso wie der Film-Grandseigneur Johannes Heesters. Heike Makatsch wurde für ihr Spiel in Dieter Wedels Polit-Thriller "Die Affäre Semmeling" geehrt, Heino Ferch unter anderem für das Fernsehspiel "Der Tunnel". Für die verfilmte Lebensgeschichte "Bobby" über den am Down-Syndrom leidenden Bobby Brederlow erhielten der Hauptdarsteller Bobby und Veronica Ferres ebenfalls eine Goldene Kamera. Der Tenor Andrea Bocelli nahm den Preis in der Kategorie Musik entgegen. Für die Dokumentarspiel-Reihe "Die Manns" wurde Heinrich Breloer ausgezeichnet. Late-Night-Talker Harald Schmidt erhielt die Goldene Kamera für die Kategorie Entertainment, TV-Interviewerin Sandra Maischberger den Preis für Fernsehjournalismus. "Tagesthemen"-Moderatorin Anne Will sowie der ZDF-Moderator Steffen Seibert wurden zu den Shooting-Stars gekürt.

"Wetten, dass?"-Moderator Thomas Gottschalk wurde als erster Star überhaupt in die neu geschaffene "Hall of Fame" aufgenommen. Gottschalk soll somit künftig in Stein gemeißelt in der Ruhmeshalle der Zeitschrift "Hörzu" stehen, die die Leserwahl veranstaltet.

Die Goldene Kamera wird traditionell kurz vor dem Start der Internationalen Filmfestspiele verliehen. (APA/dpa)

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