Chello: "Wir machen die Fehler zuerst und lernen davon."

6. Februar 2002, 12:09
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Provider sieht Breitband-Markt in Österreich noch lange nicht gesättigt

Für den Internet Service Provider chello ist der Breitband-Markt in Österreich noch lange von der Sättigung entfernt. Das Unternehmen erwartet sich auch in den kommenden Jahren ein beständiges Wachstum des Marktes. "Breitband wird ein fester Bestandteil des täglichen Lebens", erklärte Paul Childers, Österreich-Geschäftsführer im Gespräch mit pressetext.austria. Vor allem die immer anspruchsvolleren Internet-Anwendungen wie für Video- und Musik-Streaming sowie Webservices stellen einen Wachstumsmotor für den Provider dar. "Es wird immer frustrierender, nur mit einem Narrow-Band-Zugang ins Internet zu gehen."

400.000 User

chello, ein Tochterunternehmen von UPC, hat zurzeit über 400.000 User in Europa, Chile und Australien. Der nach eigenen Angaben größte Broadband-Provider in Österreich konzentriert sich vor allem auf den Privatkundenmarkt und kleinere Unternehmen mit 50 bis 100 Mitarbeitern, die eine "Zwischen"-Lösung benötigen. In diesem Markt müssten die Produkte für den Breitband-Zugang vor allem einfach zu bedienen und erschwinglich sein, sagte Childers.

"Wir machen die Fehler zuerst und lernen davon"

Der Geschäftsführer für Österreich sieht in der Größe seines Unternehmens einen strategischen Vorteil im Testen und Umsetzen von neuen Technologien. "Wir machen die Fehler zuerst und lernen davon. Wenn wir ein Problem in Belgien lösen, dann vermeiden wir es Österreich. Kleinere Provider benötigen länger, um diese Erfahrung aufzubauen. Gleichzeitig stellen wir damit sicher, dass wir unsere Marktposition behalten", so Childers.

Gelernt

chello hat im vergangenen Jahr versucht seine E-Mail-Server-Technologie zu verbessern. Gleichzeitig ist es für Childers wichtig, offen zu bleiben für neue Entwicklungen und sich auf keine Technologie festzulegen. "Wenn wir etwas gelernt haben, dann dass sich der Markt sehr schnell ändert."

Mit dem Aufbau von Breitband-Angeboten in Polen und Ungarn will chello vor allem den Markt in diesen Staaten sehr früh besetzen. Besonders Polen übertrifft hier alle Zielsetzungen. Obwohl in diesen Staaten die Erwartungen an das Internet noch geringer sind als in Österreich, sieht Childers für diese Märkte die Chance, mehrere Technologieschritte zu überspringen.(pte)

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