Russland will tschetschenische Flüchtlinge aus Georgien heimholen

5. Februar 2002, 20:38
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Rund 7.000 Menschen flüchteten in das abgelegene Pankisi-Tal

Moskau - Moskau will bis zu 7.000 tschetschenische Flüchtlinge aus dem Pankisi-Tal in Georgien zurück in die Heimat holen. Präsident Wladimir Putin beauftragte Zivilschutzminister Sergej Schoigu am Dienstag, "binnen einer Woche Kontakt zu den entsprechenden Stellen in Georgien aufzunehmen und einen Aktionsplan auszuarbeiten". Die georgische Regierung sei angeblich auch zu einer Repatriierung der Flüchtlinge aus dem Kaukasus-Tal bereit, meldete die Agentur Interfax.

Während der beiden Kriege um die abtrünnige Kaukasus-Republik Tschetschenien waren von dort 6.000 bis 7.000 Menschen in das abgelegene Tal in Georgien geflüchtet. Die Region gilt bis heute als wichtiges Nachschublager des tschetschenischen Rebellen, die über Hochgebirgspfade in die Russische Föderation einsickern. Der georgische Staat übt so gut wie keine Kontrolle über das Pankisi-Tal aus, seine Vertreter bewegen sich nur mit starken Sicherheitsvorkehrungen unter den Tschetschenen. (APA/dpa)

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