Afrikas Frauen von AIDS weitaus stärker betroffen

5. Februar 2002, 15:46
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Konferenz der Ernährungsorganisation der UNO zeichnet katastrophales Bild von der Last der Frauen

Die Regionalkonferenz der UNO Ernährungsorganisation in Kairo widmet sich derzeit der Immunschwäche AIDS und ihrer Auswirkung. Weltweit sind rund 36 Millionen Menschen mit HIV infiziert, rund 70 Prozent der Menschen leben in den afrikanischen Ländern südlich der Sahara. Besonders groß ist der Anteil der zwischen 15 und 49 Jährigen, was auch massive Auswirkungen auf die betroffenen Länder Afrikas und ihre Wirtschaft hat. Durch die starke Verbreitung der Krankheit fällt ein wichtiger Teil der wirtschaftlich produktivsten Bevölkerung weg.

Über Klassen und Massen hinweg

Betroffen sind auch andere wichtige Bereiche der Gesellschaft, die durch die Krankheit eine enorme Schwächung erfahren. 1800 LehrerInnen, Garanten für die wichtige Aufklärungsarbeit, sind seit 1998 allein in Sambia durch AIDS ums Leben gekommen. Aber nicht nur das Schulwissen droht zu versickern, auch das von Generation zu Generation weitergegebene landwirtschaftliche Know-how fehlt. Aktuelle Studien zeigen, daß in nur sieben Prozent der landwirtschaftlichen Haushalte, die von AIDS-Waisen geführt werden, das notwenige Wissen vorhanden ist.

Auch schwangere Frauen massiv betroffen

Erschreckend auch die Tatsache, daß die geschlechtsspezifische Infektionsrate sehr unterschiedlich verteilt ist. Frauen sind von AIDS viel schlimmer betroffen, so waren im Jarh 2000 zwischen 32 und 43 Prozent der schwangeren Frauen in Svaziland betroffen. Tragisch dabei auch die Rolle der Männer: besonders Frauen, deren Männer als Lastwagenfahrer oder Fremdarbeiter unterwegs sind, sind gefährdet.

(apa)

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