Algerien: 24 Tote bei Überfällen von Islamisten

5. Februar 2002, 13:45
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13 Mitglieder einer Familie niedergemetzelt

Algier - Bei Überfällen bewaffneter Islamisten sind in Algerien 24 Menschen ermordet worden. Weitere sechs Menschen wurden bei den Angriffen in der Nacht zum Dienstag verletzt, wie die algerische Nachrichtenagentur APS meldete. Den Berichten zufolge starben neun Autoinsassen, als Extremisten an einer Straßensperre eine Nationalstraße zwischen Algier und Oran beschossen. In dem Dorf Sidi Ammar wurden bei einem Überfall von Islamisten 13 Mitglieder einer Familie niedergemetzelt.

Erschossen oder erstochen wurden die 13 Mitglieder einer Familie, nachdem Islamisten mit Sprengstoff die Haustür der Familie gesprengt hatten. Außerdem tötete eine bewaffnete Gruppe am Dienstag in Tizi Ouzou zwei Polizisten auf Patrouille und verletzte einen dritten.

Die Gewalt mutmaßlicher Islamisten in Algerien war Ende August vergangenen Jahres wieder aufgeflammt. Allein im November starben nach amtlichen Angaben etwa 60 Menschen. Die Untergrundorganisation Bewaffnete Islamische Gruppe (GIA) lehnt die Politik der Nationalen Versöhnung von Präsident Abdelaziz Bouteflika ab. Seit Beginn des Gewaltkonflikts in Algerien 1992 wurden mehr als 100.000 Menschen getötet. Die meisten von ihnen waren Zivilisten. (APA/dpa)

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