Bartenstein: Österreich-Lösung war nie vom Tisch

5. Februar 2002, 13:34
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Wasserkraft-Ehe mit deutschen Energiekonzern und österreichische Stromlösung schließen einander nicht aus

Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (V) sieht wieder steigende Chancen für eine österreichische Stromlösung. "Eine österreichische Stromlösung war nie vom Tisch", sagte der Minister am Dienstag am Rande einer Pressekonferenz. In jüngster Zeit hätten "manche die Zeichen der Zeit erkannt" und stünden seiner solchen Lösung jetzt wieder offener gegenüber. In den vergangenen Wochen habe es Gespräche zwischen Verbund und EnergieAllianz (EVN, Wienergie, Linz AG, Bewag/Begas und demnächst Energie AG Oberösterreich) gegeben.

"Der Verbund-Vorstand handelt dabei in meinem Auftrag", so Bartenstein. Ziel sei es diese Verhandlungen in "einen neuen Anlauf für eine solche heimische Stromlösung "münden zu lassen.

"Projekte schließen einander nicht aus"

Zur geplanten Wasserkraft-Ehe zwischen Verbund und dem deutschen E.ON-Konzern , die die Zusammenlegung der Wasserkraftwerke in dem Joint Venture European Hydro Power (EHP) vorsieht, meinte Bartenstein: "Die beiden Projekte schließen einander nicht aus". Die Verhandlungen über den Verbund/E.ON-Deal seien noch am Laufen, daher wolle er nicht mehr dazu sagen.

Das Ziel der österreichischen Stromlösung sei es immer gewesen, später "aus der Position der Stärke einen Minderheitspartner hereinzunehmen". Es werde aber nicht so sein "wie bei der Bank Austria, wo die Stadt Wien die Bank an die Bayern verscherbelt hat und keine Rede mehr von Headquarters oder ähnlichem ist".(APA)

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