Wienerberger für RCB wieder ein "Kauf"

5. Februar 2002, 11:26
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Abschlag zur Peer Group wegen Weltmarktführerschaft ungerechtfertigt

Wien - Die Raiffeisen Centrobank (RCB), das Wertpapierhaus der RZB, hat ihre Empfehlung für die Aktien des Ziegelproduzenten Wienerberger von "Neutral" auf "Kauf" angehoben. Den Fair Value für die Papiere sieht die RCB bei 22,40 Euro, wie aus der jüngsten Analyse hervorgeht. Nach einem erwarteten Verlust je Aktie von 0,62 Euro für 2001 sollte das Ergebnis pro Anteilsschein in den beiden Folgejahren wieder auf plus 0,97 Euro und plus 1,37 Euro (2003) drehen.

Trotz des "enttäuschenden Geschäftsjahres 2001" und der negativen Stimmung im Baugewerbe sieht die RCB bereits genügend Gründe für Optimismus. Das neue Management überzeuge durch "Kompetenz in den Kerngeschäften", und der Sparkurs des Unternehmens sollte die Kosten um jährlich 30 Mill. Euro drücken. Zudem ließen die Geschäfte in Osteuropa, laut RCB "die EBIT-Bringer im Wienerberger-Portfolio", mit Ausnahme Polens weiter zweistellige Wachstumsraten erwarten. Nicht zuletzt geben die zu erwartete Marktbereinigung in Deutschland und die robuste Entwicklung des US-Wohnbau der RCB Hoffnung auf eine rosigere Zukunft.

Potenzielles Übernahmeziel

Im Vergleich zur Peer Group sei Wienerberger um rund zehn Prozent tiefer bewertet, was die RCB mit Verweis auf die Weltmarktführerschaft des heimischen Ziegelerzeigers als ungerechtfertigt einstuft. Auf diesem Kursniveau sei Wienerberger zudem auf Grund der ausgezeichneten Langfristperspektiven als potenzielles Übernahmeziel einzustufen.

An der Wiener Börse zeigten sich Wienerberger am Dienstagvormittag jedenfalls mit Rückenwind. Die Papiere legten bei gutem Handelsvolumen um 1,8 Prozent auf 17,40 Euro zu.(APA)

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