Grasser will Microsoft-Chef zum Österreicher machen

5. Februar 2002, 12:07
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Riess-Passer spendet Trikot der österreichischen Tischtennis-Mannschaft - Gates bevorzugt Burger statt Catering

Über die Gespräche des Microsoft-Gründers Bill Gates mit Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer und Finanzminister Karl-Heinz Grasser sind am Montag nur wenige Details bekannt geworden. Schüssel sprach mit Gates länger über die Entwicklung des Internets und die zunehmende Vernetzung im Alltag. Angesprochen wurden dabei unter anderem auch Kosten und Geschwindigkeit für Kommunikation und Datenübertragung. Außerdem diskutierten der Kanzler und der reichste Mann der Welt auch über Risiken und Chancengleichheit in der globalisierten Welt und über konjunkturell unterschiedliche Entwicklungen der USA und Europa.

"Erfolgsmodell Microsoft" auf Österreich übertragen

Ambitioniert gab sich Finanzminister Grasser. Er bot Bill Gates an, Österreicher zu werden, um so das "Erfolgsmodell Microsoft" auf Österreich übertragen zu können. Gates lehnte das Angebot jedoch ab ... Darüber hinaus sprach Grasser mit Gates über die elektronische Verwaltung (E-Government), den Handel via Internet (E-Business) und das Thema Datensicherheit. Konkrete Ergebnisse gab es laut Grasser-Sprecher Matthias Winkler auch hier keine, beide hätten aber durchaus Bereitschaft erklärt, bei Projekten zusammenzuarbeiten.

Tischtennis-Trikot für Milliardär

Die Vizekanzlerin überreichte Gates ein Trikot der österreichischen Tischtennis-Nationalmannschaft, "weil sie gehört hat, dass Gates ein Tischtennis-Fan ist", so Grasser.

Bill Gates selbst gab sich bei seinem dritten Besuch in Österreich betont amerikanisch. Während seiner Rede trank er Diät-Cola, Catering des Wiener Nobelhotels Intercontinental lehnte er ab. Stattdessen ließ er sich mit Hamburgern von McDonalds versorgen, hieß es aus Microsoft-Kreisen.

Gegen 20 Uhr verließ Gates mit dem Hubschrauber wieder die Wiener Innenstadt. Neben Österreich bereist der Microsoft-Boss im Zuge einer Europareise auch die Schweiz und Schweden. (APA)

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