Ausländer: Zahl der Beschäftigungs -bewilligungen gestiegen

5. Februar 2002, 10:59
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Aber wieder weniger Arbeitserlaubnisse - Auch weniger Befreiungsscheine

Wien - Die Zahl jener Ausländer, die eine Beschäftigungsbewilligung erhalten haben, ist 2001 weiter angestiegen, und zwar von 24.336 auf 28.593. Neuerlich zurückgegangen ist aber die Zahl der Arbeitserlaubnisse (von 20.399 auf 17.685), geht aus den jüngsten Daten des Arbeitsmarktservice hervor. Die Zahl der Ausländer, die einen Befreiungsschein bekommen, der ihnen einen weitestgehend uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt ermöglicht, ist ebenfalls rückläufig (von 195.866 auf 191.316). Insgesamt sank die Anzahl der bewilligungspflichtig beschäftigten Ausländer von 2000 auf 2001 von 242.159 auf nunmehr 240.060.

1995 hatten noch 109.051 Ausländer eine Arbeitserlaubnis bekommen. 1998 waren es nur mehr 45.472 und im Vorjahr gar nur mehr 17.685. Aus den vorliegenden Zahlen kann man allerdings nicht auf Rückwanderungen schließen. Eher führen verschiedene Erscheinungsformen der Integration - Einbürgerungen, Eheschließungen - zu dieser Verringerung.

Nur für bestimmten Arbeitsplatz

Eine Beschäftigungsbewilligung gilt nur für einen bestimmten Ausländer für einen bestimmten Arbeitsplatz eines Betriebes und erlischt mit Beendigung des Arbeitsverhältnisses. Wer zumindest 52 Wochen innerhalb der letzten 14 Monate legal in Österreich beschäftigt war, hat Anspruch auf eine Arbeitserlaubnis. Eine Arbeitserlaubnis ist nicht mehr an einen bestimmten Arbeitsplatz gebunden, ihre Gültigkeit von zwei Jahren beschränkt sich aber auf ein Bundesland. Erst der fünfjährige Befreiungsschein ermöglicht einen weitestgehend uneingeschränkten Zugang zum österreichischen Arbeitsmarkt. Für einen Befreiungsschein muss man in den letzten acht Jahren zumindest fünf Jahre legal in Österreich beschäftigt gewesen sein oder entsprechende soziale Integrationsmerkmale nachweisen.

Neben diesen drei Hauptbewilligungsarten gibt es noch die so genannte "Entsendebewilligung" (Arbeitgeber im Ausland) und die Abkommensbewilligungen auf Grund des bilateralen Abkommens mit Ungarn für Grenzgänger und Praktikanten. Diese werden in der folgenden Tabelle unter "weitere" angeführt.(APA)

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