Opernball-Demo behindert öffentlichen Verkehr

5. Februar 2002, 12:27
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Sperrzone und Platzverbot geplant - Mehrere Bus- und Straßenbahnlinien werden kurzgeführt

Wien - Wer kommenden Donnerstagabend in Wien mit öffentlichen Verkehrsmitteln im Bereich Oper unterwegs sein will, sollte möglichst früh dran sein. Wegen der Opernball-Demo werden nämlich mehrere Bus- und Straßenbahnlinien ab ungefähr 19.00 Uhr kurzgeführt. Das teilten die Wiener Linien am Dienstag mit.

Betroffene Straßenbahnlinien

Betroffen sind die Straßenbahnlinien 1 und 2, die jeweils nur zwischen Bellaria und Schwarzenbergplatz fahren. Die Linie J wird nur zwischen Ottakring und dem Dr.-Karl-Renner-Ring unterwegs sein. Der "D-Wagen" wird über den Franz-Josefs-Kai umgeleitet. Die Linien 62 und 65 werden zwischen Lainz bzw. Stefan-Fadinger-Platz und dem Südbahnhof kurzgeführt. Dorthin wird auch die Badner Bahn umgeleitet.

Buslinien 59A und 3A kurzgeführt

Die Demonstration wird auch zwei Buslinien behindern. Der 59A wird nur zwischen Meidling und dem Bärenmühldurchgang, der letzten Haltestelle vor dem Ring, unterwegs sein. Der 3A fährt lediglich zwischen Schottenring und Oper. Ab etwa 19.00 Uhr werden voraussichtlich auch die U-Bahn-Aufgänge im Bereich Kärntner Ring und Oper gesperrt, und zwar aus Sicherheitsgründen.

Sperrzone und Platzverbot geplant

Der Großteil der Demonstranten sei friedlich und sehe Ausschreitungen als kontraproduktiv an. Gegen "radikalere Elemente" werde ein Sperrkreis eingerichtet und ein Platzverbot erlassen.

Nach vorsichtigen Schätzungen erwartet die Polizei rund 3.000 bis 4.000 Teilnehmer am Treffpunkt der Donnerstags-Demo auf dem Wiener Heldenplatz. Diese große Gruppe wolle voraussichtlich gar nicht in Richtung zur Oper ziehen. Es sei eher damit zu rechnen, dass die Route aktionsreich durch Wien führen wird. Mögliche Marschziele seien das Ernst-Kirchweger-Haus (EKH) in Favoriten oder ein Zug entlang der ehemaligen Zweier-Linie an Volkstheater und Landesgericht vorbei.

Autofahrer sollten die City am Donnerstagabend auf jeden Fall meiden. Der Ring wird zumindest für die störungsfreie Auffahrt der Ballgäste voraussichtlich ab 20.00 Uhr im Bereich der Oper gesperrt. Wegen der zu erwartenden Demonstrationen könnten vorübergehend auch die Ausweichstrecken gesperrt sein. Ausweichen ist nur über den Gürtel möglich.

Sperrzone zwischen Akademiestraße und Goethedenkmal

Für den Nahbereich der Oper ist laut Staatspolizei ab etwa 19.00 Uhr eine Sperrzone im Bereich zwischen Akademiestraße und Goethedenkmal entlang der Ringstraße geplant. In diesem Abschnitt wird auch für Demonstranten ein Platzverbot erlassen werden, hieß es. Daran sollten auch Passanten und Anrainer denken, die zu dieser Zeit unterwegs sind. Über 1.000 Beamte werden aufgeboten, um nicht nur die friedlichen Demonstrationszüge zu begleiten, sondern auch um Ausschreitungen verhindern zu können. (APA)

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