China: Mehr als 400.000 Menschen für Drei Schluchten-Damm umgesiedelt

5. Februar 2002, 07:08
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Experten warnen vor Gefahr für Wasserqualität durch zurückgelassene Abfälle

Peking - Für den Bau des Drei Schluchten-Dammes in China, das größte Wasserkraftwerk der Welt, sind bereits 418.000 Menschen umgesiedelt worden. Nach Angaben von Vizedirektor Guo Shuyan vom Projektkomitee des Staatsrates sollen 28,7 Milliarden Yuan (4 Milliarden Euro) für die Umsiedlung ausgegeben worden sein, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag berichtete. Details wurden nicht genannt. Mehr als eine Millionen Menschen müssen bis zur Fertigstellung des Dammes 2009 umgesiedelt werden.

In diesem Jahr werden 143.700 Menschen ihre Häuser und Felder in dem Gebiet verlassen müssen. Im Juni 2003 beginnt der Wasserstand zu steigen, damit die ersten Generatoren arbeiten können. Das gesamte Projekt, an dem seit 1993 gebaut wird, soll nach offiziellen Angaben 180 Milliarden Yuan (25 Milliarden Euro) kosten. Der Damm wird zwei Kilometer lang und 185 Meter hoch. Die 26 Generatoren werden eine Gesamtkapazität von 18,2 Millionen Kilowatt und einen jährlichen Ausstoß von 84,7 Milliarden Kilowattstunden haben.

Wegen der weit reichenden Umsiedlung, der gigantischen Ausmaße und den Auswirkungen auf die Umwelt ist das Projekt stark umstritten. Auch warnen chinesische Experten, Millionen Tonnen Müll und Industrieabfälle in dem Gebiet, das überschwemmt wird, könnten die Wasserqualität ernsthaft beeinträchtigen. (APA)

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