Bush will mehr Mittel für Drogen-Bekämpfung in Südamerika

5. Februar 2002, 06:28
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..besonders für Kolumbien

Washington/Bogota - Die Regierung von US-Präsident George W. Bush will mehr Haushaltsmittel für die Bekämpfung der Rauschgift-Kriminalität in Südamerika einsetzen. Nach den am Montag vorgestellten Etatplänen für das Haushaltsjahr 2003, das am 1. Oktober 2002 beginnt, sollen die Gelder um 14 Prozent auf 731 Millionen Dollar (rund 840 Millionen Euro) erhöht werden. Die Masse davon soll in Kolumbien ausgegeben werden.

In Kolumbien werden etwa 80 Prozent des weltweit hergestellten Kokains erzeugt. Mit Hilfe der aufgestockten Gelder solle eine zweite Brigade der kolumbianische Armee zur Rauschgift-Bekämpfung aufgestellt werden, hieß es in den Etat-Unterlagen. Die USA haben in den vergangenen drei Jahren über 1,5 Milliarden Dollar ausgegeben, um die Kokain-Herstellung in der Anden-Region zu bekämpfen.

Die kolumbianische Marine hat am Montag nach Angaben der Behörden in einer Strandhöhle 1,6 Tonnen Kokain und elf Kilogramm Heroin sicher gestellt. Bei der Aktion seien sechs Personen, die das Rauschgift im Verkaufswert von etwa 50 Millionen Dollar (rund 57,5 Millionen Euro) bewacht hätten, festgenommen worden. Auch ein Schnellboot sei sicher gestellt worden, teilten die Behörden in Bogota weiter mit. Vermutlich sei das Rauschgift für die USA bestimmt gewesen. (APA)

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