Italienischer Minister lobt faschistische Kämpfer von El Alamein

4. Februar 2002, 21:56
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Tremaglia regt Klassenfahrten zu Soldatenfriedhof in Afrika an

Rom - Mit seiner Huldigung der faschistischen Kämpfer in der Schlacht von El Alamein in Ägypten hat der italienische Minister Pierantonio Mirko Tremaglia für Proteste in der Mitte-Links-Opposition gesorgt. Ein Sprecher der Linksdemokraten wies am Montag insbesondere den Vorschlag Tremaglias zurück, Klassenfahrten an den Ort der Schlacht von 1942 zu organisieren.

Der Minister für Auslandsitaliener hatte am Sonntag vor dem Soldatenfriedhof das "wunderbare Heldentum" der jungen Freiwilligen aus Italien gelobt. Sie hätten vor 60 Jahren an der Seite des deutschen Afrikakorps gekämpft "um zu siegen, aber auch um zu sterben". Es sei ungerecht, die "jungen Gefallenen" und ihre Werte heute gänzlich zu ignorieren, sagte der 75-Jährige.

Tremaglia, das älteste Kabinettsmitglied von Ministerpräsident Silvio Berlusconi, gehört der neofaschistischen Nationalen Allianz von Vizeregierungschef Gianfranco Fini an. Im November 1942 hatten die Briten in dem ägyptischen Ort El Alamein den Vormarsch des deutschen Afrikakorps unter dem Befehl von Erwin Rommel in Richtung Suezkanal gestoppt. (APA)

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