UNO: Irak bietet Dialog "ohne Vorbedingungen" an

4. Februar 2002, 21:53
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Zur Klärung der "Umsetzung der relevanten Resolutionen des Sicherheitsrates"

New York - Der Irak hat den Vereinten Nationen (UNO) nach deren Angaben einen "Dialog ohne Vorbedingungen" angeboten. Wie die UNO am Montag mitteilte, übergab der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Musa, UNO-Generalsekretär Kofi Annan eine entsprechende Botschaft von Iraks Präsident Saddam Hussein. Annan sei bereit, "die Umsetzung der relevanten Resolutionen des Sicherheitsrates" zu einem für beide Seiten annehmbaren Zeitpunkt zu besprechen, hieß es. Einzelheiten über den Inhalt der Gespräche oder ob der Irak bereit sei, UNO-Waffenkontrolleure ohne Bedingungen wieder ins Land zu lassen, wurden nicht bekannt.

Die UNO hatte nach dem Einmarsch im Kuwait Sanktionen gegen den Irak verhängt. Ein Ende der Sanktionen hängt unter anderem von einer Bescheinigung von Waffeninspektoren ab, dass der Irak nicht über Massenvernichtungswaffen verfügt. Seit drei Jahren hat die irakische Regierung jedoch den Inspektoren den Zutritt verweigert. Die USA haben seit den Anschlägen vom 11. September wiederholt im Zusammenhang mit dem Irak Militäraktionen angedeutet. Aus Diplomatenkreisen verlautete, die irakische Regierung habe seitdem eine bisher nicht da gewesene Flexibilität gezeigt. (APA/Reuters)

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