Moskau warnt USA vor "eingebildeten Gefahren"

4. Februar 2002, 20:07
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Ministerpräsident Kasjanow stützt Einschätzung auf gemeinsame Geheimdienst- Informationen

Washington - Der russische Ministerpräsident Michail Kasjanow hat die USA aufgefordert, sich nicht auf "eingebildete Gefahren" durch Länder wie den Irak, den Iran und Nordkorea zu konzentrieren. Nach einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush sagte er am Montag, Washington solle vor einer Ausweitung des Krieges gegen den Terrorismus Beweise vorlegen. "Wir sollten die Gefahren identifizieren, echte Gefahren anstelle eingebildeter", sagte Kasjanow. Die russischen und amerikanischen Geheimdienste würden Informationen darüber austauschen. Bush hatte den Irak, den Iran und Nordkorea eine "Achse des Bösen" genannt.

Die USA sind über russische Lieferungen konventioneller Waffen an Iran und Lieferpläne für einen Atomreaktor besorgt. Moskau hat bisher auch neue UNO-Sanktionen gegen den Irak blockiert, die sich auf den Transfer von Waffentechnologie konzentrieren würden.

Kasjanow war zu einem Vorgespräch über das Gipfeltreffen zwischen Bush und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin von 23. bis 25. Mai in Moskau und St. Petersburg im Weißen Haus. (APA/dpa)

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