NASA bildet Vulkanausbruch in 3-D ab

4. Februar 2002, 20:09
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Neue Präzision der Darstellung - doch Daten im 30-Meter-Intervall bleiben aus militärischen Gründen unter Verschluss

Goma/Pasadena - Das neue 3-D-Bild der Erde, das die Nasa aus Daten der Endeavour-Mission errechnet, zeigt nun auch den Ausbruch eines Vulkans in ungekannter Präzision. Dabei hat diese öffentlich zugänglich gemachte Aufsicht des Nyiragongo und seiner Nebenkrater bei Goma im Ostkongo nur die Genauigkeit mit Daten im 90-Meter-Abstand. Schärfere Bilder des blauen Planeten mit Daten im 30-Meter-Intervall bleiben unter Verschluss. Kein Wunder: Neben US-Kartierungsagentur sowie deutscher und italienischer Weltraumagentur ist auch das US-Militär an dem Projekt beteiligt, an dessen Ende der ultimative Atlas stehen soll.

Foto: NASA

Der dreidimensionalen Sicht dienten zwei 60-Meter-Masten mit zusätzlichen Antennen auf der Endeavour, die im Februar 2000 ins All gestartet ist. Die Daten geben eine Rohansicht, zusätzliche Schatten und Farbcodierung machen das Bild plastisch. Blau und Grün stehen für die Niederungen, Gelb und Braun für mittlere Höhen, was darüber liegt, kommt weiß.

Speziell in die Darstellung des Vulkanausbruchs im Kongo, der im Jänner Hunderttausende zur Flucht zwang, flossen auch thermische Daten der Satelliten Landsat 7 und Terra ein. (rosch, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5. 2. 2002)

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