Anthrax-Anschläge haben USA zum Umdenken gebracht

4. Februar 2002, 19:17
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Milliardeninvestitionen in Schutz vor Bioterrorismus in den nächsten Jahren

Washington - Die amerikanische Regierung wird in den kommenden zwei Jahren elf Mrd. Dollar zum Schutz vor Bioterrorismus ausgeben. Der Betrag ist doch um einiges höher ausgefallen, als Experten dies zunächst vermuteten, berichtet die New York Times. Für das Jahr 2003 sollen 5,9 Mrd. Dollar für das öffentliche Gesundheitswesen locker gemacht werden, um zu verhindern, dass Krankheitserreger als Waffen benutzt werden.

Ausgangspunkt für die Angst vor Bio-Terrorismus waren die Anschläge mit Anthrax, die fünf Menschen töteten und 18 Personen mit dem Erreger infizierten. 30.000 Amerikaner wurden danach mit Antibiotika behandelt. "Die Anthrax-Briefe hätten gezeigt, wie verletzbar das Land ist. Daher muss unbedingt in die Vorsorge vor solchen Attacken investiert werden", so Tom Ridge vom Office of Homeland Security.

Davor ...

Insgesamt wurden für das Budget vor dem 11. September nur 1,4 Mrd. Dollar für Vorsorge vor Bioterrorismus veranschlagt. Die Terroranschläge in New York und Washington hätten dazu beigetragen, das Etat auf 5,9 Mrd. Dollar aufzustocken. Auch kleinere staatliche Kliniken und andere Einrichtungen, die viele Jahre unter geringen Budgets litten, profitieren von dem höheren Etat.

Morgen, Dienstag, will Präsident Bush gemeinsam mit Anthony Fauci, dem Leiter des National Instititute of Allergy and Infectious Deseases am National Institute of Health NIH in Pittsburgh erklären, welche Pläne das neue Biodefense Program der Regierung vorsieht. (pte)

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