Israels Vizepremier droht Irak mit Vergeltung

4. Februar 2002, 16:52
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Jerusalem werde im Angriffsfall nicht passiv bleiben

Moskau - Der israelische Vize-Ministerpräsident Nathan Sharanski hat dem Irak Vergeltung angedroht für den Fall eines Angriffs mit Massenvernichtungswaffen. "Wenn das passiert, werden wir nicht passiv bleiben im Unterschied zu 1991", sagte er am Montag bei einem Besuch in Moskau vor der Presse. Die israelische Regierung rechne sehr ernsthaft mit einem irakischen Angriff, falls der Westen seine Anti-Terror-Operation nach Afghanistan auf den Irak ausdehnen sollte, erklärte Scharanski.

Während des Golfkriegs 1991 hatte der Irak etwa 50 Scud-Raketen auf Israel abgeschossen, doch Israel hatte auf amerikanischen Druck hin auf Gegenwehr verzichtet. Sharanski sagte, das Verhältnis zwischen Russland und Israel sei besser geworden. Er rief Moskau aber auf, seine Waffen- und Technologieexporte in den Iran einzustellen. Der frühere sowjetische Dissident Sharanski führt in Israel eine Partei der Einwanderer aus Russland und gehört als Wohnungsbauminister der Regierung an.(APA/dpa)

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