Kollektives Tagebuch im Internet

8. Februar 2002, 13:47
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Walter Kempowskis neues mulitmediales Projekt "Ortslinien" beleuchtet den Alltag in Deutschland ebenso wie Zeitgeschichte

Dresden - Der Schriftsteller Walter Kempowski will nach dem für 2004 geplanten Erscheinen des vierten Teils seinen kollektiven Tagebuchs "Echolot" das Thema Zweiter Weltkrieg zu den Akten legen. "Das Projekt 'Echolot' ist damit beendet. Mit dem Krieg werde ich mich dann nicht mehr beschäftigen", sagte der Schriftsteller der Dresdner "Morgenpost". Er wolle sich dann dem neuen Projekt "Ortslinien" widmen, sagte er. Es handele sich um "multimediales Projekt", an dem er schon seit zehn Jahren arbeite.

Projektzeitraum 1950 bis 2000

"Ortslinien" ist nach Angaben des Autors ein "kollektives Tagebuch", das im Internet scheinen wird. Es beginne 1950, ende 2000 und beleuchte den "Alltag in Deutschland ebenso wie die zeitgeschichtlichen Ereignisse. Ich nutze dafür Texte, Fotografien, Gemälde und Musikstücke, die sich jeweils auf ein konkretes Datum beziehen", sagte Kempowski.

Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte

Der Schriftsteller hat sich mit Romanen wie "Tadellöser & Wolff", "Uns geht's ja noch gold", "Ein Kapitel für sich" und "Aus großer Zeit" vorzugsweise der Aufarbeitung der jüngeren deutschen Geschichte und insbesondere des "Dritten Reiches" gewidmet. (APA/dpa)

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