1.300 ÖsterreicherInnen sind bisher an Aids gestorben

4. Februar 2002, 12:53
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"Leichte Zunahme" bei Neuerkrankungen

Wien - 2.143 Erkrankte und 1.300 Tote. Das ist die bisherige Bilanz von Aids in Österreich. Der positive Aspekt laut der offiziellen Statistik des Gesundheitsministeriums mit Stichtag 31. Jänner 2001: Im vergangenen Jahr gab es mit zehn Todesopfern die geringste Zahl an Personen, die an der Immunschwächekrankheit verstarben, seit 1984.

Allerdings warnt die Wiener Virologin Univ.-Prof. Dr. Elisabeth Puchhammer-Stöckl in einer Analyse vor einer seit 1997 beobachteten "leichten Zunahme" an Neuinfektionen mit dem HI-Virus. Insgesamt ist die Situation rund um Aids in Österreich weitgehend stabil. Doch jeder Erkrankungsfall und Todesfall ist eine Tragödie - vor allem weil sich Infektionen durch "Safer Sex" und das Vermeiden von i.v.- Drogenkonsum verhindern ließen.

Internationale Ebene

International ist laut Puchhammer-Stöckl vom Institut für Virologie der Universität Wien weiterhin das südliche Afrika die Hauptkrisenregion: "So waren laut WHO schon im Jahr 2000 in Swaziland und Botswana zwischen 32 und 43 Prozent aller schwangeren Frauen, die in Geburtskliniken untersucht wurden, HIV-positiv. Der Anteil der mit dem HI-Virus infizierten Personen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren liegt in vielen Ländern bei zehn Prozent, in manchen südafrikanischen Gebieten sogar bei 20 Prozent."

Doch die Aids-Krise reicht bis in die Nachbarschaft Österreichs. Die Wiener Expertin: "Am rasantesten nimmt die HIV-Epidemie derzeit in Osteuropa und Zentralasien zu, vor allem in den Ländern der russischen Föderation, wo die gemeldeten HIV-Infektionen von ca. 11.000 Ende 1998 auf 129.000 im Juni 2001 hinaufgeschnellt sind. Drogensüchtige machen den größten Teil der Infizierten aus, aber auch die Verbreitung durch sexuelle Übertragung nimmt deutlich zu, parallel mit dem Anstieg anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen in diesen Ländern." (APA)

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